Landesinitiative StadtUmland.NRW - Sachstandsbericht

BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:WP 14-20 SV 61/143  
Aktenzeichen:IV/61.1 Groll_STEP
Art:Mitteilungsvorlage  
Datum:07.06.2017  
Betreff:Landesinitiative StadtUmland.NRW:
Teilnahme der Stadt Hilden an der Kooperation "Zwischen Rhein und Wupper: zusammen - wachsen" - Sachstandsbericht
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Deckblatt Dateigrösse: 217 KB Deckblatt 217 KB
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 292 KB Mitteilungsvorlage 292 KB
Dokument anzeigen: Anlage 1: Zwischen_Rhein_und_Wupper_Erlaeuterungsbericht_Kurzfassung Dateigrösse: 2 MB Anlage 1: Zwischen_Rhein_und_Wupper_Erlaeuterungsbericht_Kurzfassung 2 MB
Dokument anzeigen: Anlage 2: Beurteilung_Jury_Zwischen Rhein und Wupper Dateigrösse: 67 KB Anlage 2: Beurteilung_Jury_Zwischen Rhein und Wupper 67 KB
Dokument anzeigen: Anlage 3: Kooperationsraum Dateigrösse: 549 KB Anlage 3: Kooperationsraum 549 KB

Beschlussvorschlag:

 

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung über den Stand des interkommunalen Kooperations-Projektes „Zwischen Rhein und Wupper: zusammen – wachsen“

zur Kenntnis.


Erläuterungen und Begründungen:

 

In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 15.02.2017 informierte die Verwaltung über die Teilnahme der Stadt Hilden an dem interkommunalen Kooperationsprojekt „Zwischen Rhein und Wupper: zusammen – wachsen“ (Sitzungsvorlage WP 14-20 SV 61/119).

 

Dabei wurde darauf hingewiesen, dass – unter der Federführung der „Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft“ (einer Einrichtung der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid) und mit fachlichem Beistand zweier privater Planungsbüros – daran gearbeitet wird, den Entwurf eines Zukunftskonzeptes zu erstellen und diesen Entwurf beim Initiator Land NRW einzureichen.

 

In der Zwischenzeit ist dies erfolgt, das Zukunftskonzept für die Region zwischen Rhein und Wupper wurde rechtzeitig bei den zuständigen Stellen des Landes NRW eingereicht.

 

Die Beurteilung durch das Land NRW war positiv.

Alles Weitere ist der Informationsvorlage zu entnehmen, die allen Kooperationsbeteiligten gleichlautend zur Verfügung gestellt wurde und nun folgt. Erstellt wurde die Information durch die „Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft“.

 

          „Mit der Initiative StadtUmland.NRW des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV) wurden Großstädte und ihre Nachbarkommunen in NRW dazu eingeladen, Zukunftskonzepte zur verstärkten Kooperation zu erarbeiten. Schwerpunktmäßig sollten die Themen Wohnen/Siedlungsentwicklung, Mobilität und Freiraum betrachtet werden.

          Zunächst haben in einer ersten Phase dreizehn Stadt-Umland-Verbünde ihre Konzeptideen vorgestellt und sich damit für die Teilnahme beworben. Eine Fachjury hat daraus acht Stadt-Umland-Verbünde für die zweite Phase ausgewählt, in der die Konzeptideen in umsetzungsfähige Zukunftskonzepte übersetzt werden sollten. Die ausgewählten Stadt-Umland-Verbünde wurden durch das Landesministerium mit je 200.000 Euro pro eingereichtem Beitrag für die Ausarbeitung der Zukunftskonzepte finanziell unterstützt und fachlich beraten. Alle Stadt-Umland-Verbünde haben zum Ende der zweiten Phase am 07. April einen Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Am 10. Mai 2017 hat eine fachübergreifend besetzte Jury die Raumentwicklungs- und Mobilitätskonzepte mit Vorbildcharakter für Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Das Beratungsergebnis wurde am 17.05.2017 von Minister Groschek und Staatssekretär von der Mühlen auf der internationalen Bau- und Planungs-Fachmesse Polis in Düsseldorf verkündet.

 

          Im Rahmen des StadtUmland.NRW-Aufrufes des Landes hat sich der Kooperationsraum „Zwischen Rhein und Wupper“ mit dem Wettbewerbsbeitrag auch in der zweiten Phase durchgesetzt. In einem äußerst knappen Zeitraum von im Wesentlichen nur drei Monaten ist ein Zukunftskonzept entstanden, das von der Fachjury als besonders vorbildhaft ausgezeichnet wurde.

 

          In der nächsten Phase soll das Konzept im Sinne eines Zwischenergebnisses intensiv in den beteiligten Gebietskörperschaften politisch beraten und gemeinsam fachlich konkretisiert werden. Parallel werden Gespräche mit dem Land über die weitere etwaige prozess- und projektbezogene Förderung für den Kooperationsraum geführt.

 

          Die Hauptverwaltungsbeamtinnen und -beamten der beteiligten Städte Burscheid, Düsseldorf, Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Hückeswagen, Langenfeld, Leverkusen, Mettmann, Monheim am Rhein, Ratingen, Remscheid, Solingen, Velbert, Wermelskirchen, Wülfrath, Wuppertal sowie des Kreises Mettmann haben die Zielrichtung der Kooperation im Vorwort zum Wettbewerbsbeitrag zusammengefasst:

 

              Mit 18 Kommunen und 1 Kreis zwischen Rhein und Wupper haben wir uns auf den Weg ge-macht, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Unser Kooperationsraum von Leverkusen bis Velbert und Düsseldorf bis Hückeswagen ist historisch mit gemeinsamen Wurzeln verbunden und aktuell eng verflochten. Hier wohnen 2 Millionen Menschen, die ihr Leben ganz selbstverständlich über Stadtgrenzen hinweg in der Region organisieren. Jede und Jeder findet für die eigene Lebenssituation zum Wohnen, Arbeiten und Erholen einen Platz: Urbanes Leben an Rhein und Wupper, Landschaftserlebnis in den Wäldern und an den Wasserflächen des Bergischen Landes - Alle sind ganz nah dran.

              Um diese Lebensqualität in die Zukunft zu tragen, müssen insbesondere zwei aktuelle Entwicklungen gemeinsam gestaltet werden:

              Wir wachsen! Entgegen der Prognosen aus den letzten zwei Jahrzehnten nehmen die Bevölkerungszahlen wieder zu – und dieser Trend erreicht nach der Rheinschiene nun auch die Kommunen im Bergischen Land. Neuer, bezahlbarer und adäquater Wohnraum muss auf der Grundlage einer gemeinsamen Entwicklungsstrategie für den urbanen und ländlich geprägten Raum ermöglicht werden.

              Wir sind mobil. Die engen Verflechtungen zwischen den Polen des Alltaglebens Arbeiten, Wohnen, Freizeit sind verbunden mit zunehmendem Verkehr, der zusammen mit dem steigenden Transitaufkommen an die Grenzen der Leistungsfähigkeit unserer Infrastruktur kommt. Die täglichen Wege werden zum Zeitfresser und gewinnen als Faktor von Lebensqualität an Bedeutung. Wir wollen gemeinsam über unsere Grenzen denken und die Lebenswelt der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wir wollen Nähe zwischen Stadt und Land, zwischen Alteingesessenen und neuen Nachbarn, zwischen Wohnen, Arbeiten und Erholung. Nähe, die auch Zeit schenkt. Jedem jeden Tag. 2 Millionen Stunden für Lebensqualität.

              Mit diesem Ziel sind wir mit einem ambitionierten Prozess in die Zusammenarbeit eingestiegen. Wir danken dem Land NRW für die fachliche und finanzielle Unterstützung, ohne diesen Impuls wäre dieser Start eines neuen Kooperationsraumes nicht möglich gewesen. Mit dem Zukunftskonzept liegt die Grundlage der gemeinsamen Entwicklung für die nächsten Jahre vor. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

 

          Das Zukunftskonzept „Zwischen Rhein und Wupper: zusammen – wachsen“ wurde als Wettbewerbsbeitrag für die zweite Stufe am 07.04.2017 fristgerecht beim Land eingereicht. Am 25.04.2017 wurden die Hauptverwaltungsbeamten der 19 beteiligten Gebietskörperschaften sowie die Öffentlichkeit über den Stand des Prozesses informiert. Aufgrund eines herausragenden methodischen wie inhaltlichen Niveaus sowie ihrer innovativen und integrierten Ausrichtung wurde das Konzept „Zwischen Rhein und Wupper“ neben zwei weiteren Konzepten mit besonderem Vorbildcharakter für NRW hervorgehoben:

 

              Das Zukunftskonzept verfolgt das Leitbild „zusammen – wachsen“ und wird ergänzt durch ein weiteres thematisches Leitbild „eine Stunde mehr Zeit“ für besondere Lebensqualität. Mit dem Ziel, mehr Lebensqualität für die Menschen in der Region zu schaffen, hat der neugegründete Verbund für die räumliche Perspektive fünf mögliche Betrachtungsweisen und Szenarien erarbeitet. Diese dienen als Annäherung an ein gemeinsames Raumverständnis. Positiv wird bewertet, dass bei der integrierten Betrachtung neben den Schwerpunktthemen Wohnen/ Siedlungsentwicklung und Mobilität auch Freiraum und Freizeit mitgedacht werden. Zudem sind die unterschiedlichen Szenarien mutig und kritisch gedacht und zeigen auch „schmerzhafte“ Auswirkungen für die jeweiligen Beteiligten auf. (StadtUmland-NRW.de)

 

          Weitere Planung:

 

          Bis Ende 2017 schließt sich nun eine Phase der intensiven Beratung und Konkretisierung des Konzeptes an. Dabei wird weiter mit den externen Büros und dem bestehenden Arbeitskreis der kommunalen Vertreter gearbeitet. Auch die Bergische Gesellschaft füllt die Rolle der Koordinierung und Federführung bis zum Ende des Jahres aus.

 

          Für den Herbst 2017 ist eine Regionalkonferenz zur Information und Beteiligung der Politik geplant, im Rahmen derer ein Grundsatzbeschluss über die Frage der Weiterführung der Kooperation über 2017 hinaus angestrebt wird.
Ziel ist es, die Grundlage zu schaffen für eine längerfristige und in naher Zukunft auch strukturierte interkommunale Zusammenarbeit – um beispielsweise auch gegenüber dem Land NRW mit „einer Stimme“ sprechen zu können, wenn es darum geht, prozess- und/oder projektbezogene Fördermittel einzufordern.

          Eine solche längerfristige interkommunale Zusammenarbeit ist darauf ausgerichtet, konkrete Projekte anzustoßen und durchzuführen. Die Regionalkonferenz sollte ein erstes Forum sein, die Ideen für Projekte zu „testen“ und konkretisieren.

 

          Das Konzept in Kurz- und Langfassung, die vier als Wettbewerbsbeitrag geforderten Plakate sowie ein informativer Kurzfilm stehen auf der Website des Projektes rhein-wupper.nrw zur Verfügung.“

 

 

Als Anlage sind der Sitzungsvorlage eine Kurzfassung des Erläuterungsberichts zum Projekt (Anlage 1), die Beurteilung der Jury (des Landes NRW; Anlage 2) und ein Übersichtsplan mit den beteiligten Gebietskörperschaften (Anlage 3) beigefügt.

 

Sobald hier Konkreteres zur geplanten „Regional-Konferenz“ im Oktober 2017 bekannt ist, wird die Verwaltung darüber informieren.

 

 

gez.

Birgit Alkenings